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Aus der Not geboren.

aus der not

 

JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval

 

  

Schulauszeichnungen-der-OS

 

Die Schulauszeichnungen der OS J. H. Voss in Penzlin

 

Wer war Johann Heinrich Voss

 

J. H. Voss wurde am 21.02.1751 in Sommerstorf,  bei Waren, geboren.

Im Sommer des gleichen Jahres zog er mit seinen Eltern nach Penzlin, in die Gro├če Stra├če 67.

Hier besuchte er die Klippschule und sp├Ąter die Stadtschule.

1766 wurde er Sch├╝ler der Lateinschule in Neubrandenburg, welche er 1769 verlie├č..

Danach wurde er Hauslehrer beim Junker von Oertzen in Ankershagen.

Im Jahre 1772 nahm er ein Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universit├Ąt in G├Âttingen auf.

Mit der ├ťbersetzung  der Odyssee von Homer aus dem Griechischen, die er 1778 beendete, ├╝bergab er mit seiner zweiten ├ťbersetzung Ilias diese der ├ľffentlichkeit.

Mit diesen beiden Hauptwerken seiner ├ťbersetzert├Ątigkeit, errang er in der ganzen Welt Achtung und Anerkennung .

Es ist sein bleibender Verdienst, ein Zeitalter der griechischen Geschichte  und Kultur dem deutschen Volk zug├Ąnglich gemacht zu haben.

 

1826 starb Johann Heinrich Voss in Heidelberg.

 

Wo liegt Penzlin

 

Penzlin ist eine Kleinstadt in Mecklenburg Vorpommern, direkt an der B 192 zwischen Neubrandenburg

und Waren M├╝ritz.

Um das Jahr 1000 wurde durch die alten Wenden ein kleines Fischerdorf  errichtet und Pencelin genannt.

Im Jahre 1220 erhielt diese das Stadtrecht.

Bekannt ist Penzlin nicht nur durch J. H. Voss geworden, sondern auch durch die Burganlagen mit dem

Hexenkeller, den man auch heute noch, nebst gleichnamiger Gastst├Ątte besichtigen kann.

 

Die Johann Heinrich Voss Schule

 

Zur Schulentlassungsfeier der 8. Klasse am 19. M├Ąrz 1948 erhielt die Schule den Namen

ÔÇ×Johann Heinrich VossÔÇť.

Sie war somit die erste Polytechnische Internatsschule der DDR.

Auch den Bauernkindern aus den entlegenen Ortsteilen sollte die M├Âglichkeit

des Schulbesuches erleichtert werden.

 

Das J. H. Voss Leistungsabzeichen


Im Schuljahr 1965/66 wurde durch den Direktor Herrn Glashagen angeregt, ein

Leistungsabzeichen f├╝r sehr gute Sch├╝ler, zu verleihen.

Frau Mohrmann erhielt mit ihrer 9. Klasse, den Auftrag, im Zeichenunterricht

Entw├╝rfe zu Formen, sowie Inhalte und Texte zu erstellen.

Aus dieser Arbeit resultieren ca. 10 Variantenvorschl├Ąge.

 

         

 

Hier 4 Varianten welche nicht zur Ausf├╝hrung gekommen sind.

Diese Vorschl├Ąge wurden dem Lehrerkollegium vorgelegt.

In diesem Gremium entschied man sich f├╝r die Variante mit dem Bildnis

von J.H. Voss.

Mit der Herstellung der Abzeichen wurde eine Firma beauftragt.

 

Abmessungen:            18,5 x 20,6  mm

Grundk├Ârper:              2,8 mm dick

Oberfl├Ąche:                 lackiert bei Stufe I und III, silberfarben Stufe II

 

Die Vorderseite zeigt den Kopf von J. H. Voss oberhalb befindet sich die Inschrift

OS J.H.VOSS ( OS f├╝r Oberschule )

Der untere Teil des Abzeichens zeigt einen Lorbeerkranz, in deren Mitte sich die

Stufenangeben I, II, und III befinden.

Hierbei wurde die I f├╝r Gold, II f├╝r Silber und III f├╝r Bronze vergeben.

Das Material war Aluminium, wobei die Stufen Gold und Bronze lackiert wurden.

R├╝ckseitig befindet sich eine angepresste Nadel zur Befestigung an der Kleidung.

Die Farbe der R├╝ckseite ist bei allen 3 Stufen silberfarben.

Die erste Verleihung erfolgte am 30.03.1966

 

      

         Stufe I       Stufe II      Stufe III      R├╝ckseite alle Stufen

 

Die J. H. Voss Medaille

 

Im Zuge der Schulmodernisierung in den Jahren 1975/76 und der damit vorhandenen finanziellen Mittel, wurde angeregt das Voss Leistungsabzeichen durch eine Voss Medaille zu ersetzen und eine Voss Plakette neu zu schaffen.

In Anlehnung an die Johann Gottfried Herder Medaille, ├╝bernahmen Herrn Heuer und Frau T├Ąnzer die Entwurfsgestaltung f├╝r die Voss Medaille.

 

Die Fertigung erfolgte in der Firma Pr├Ąwema Markneukirchen in einer Auflagenh├Âhe

von 220 St├╝ck in Gold, 660 St├╝ck in Silber und 1100 St├╝ck in Bronze.

 

Die Spange

Die Spange ist 3 geteilt, wobei die ├Ąu├čeren Felder gr├╝n sind und das Mittelfeld in der Farbe der Medaillenstufe gehalten ist.

Auf der R├╝ckseite befindet sich eine Nadel mit Haken f├╝r die Medaille.

Abmessungen:            12,6 x 24,8 mm

Grundk├Ârper:              2,5 mm dick

Oberfl├Ąche:                 Polyesterharz beschichtet

 

Der Anh├Ąnger

Die Medaille zeigt auf der Vorderseite ein nach links sehendes Bildnis von J. H. Voss.

Im oberen Bereich ist die Inschrift POS  JOH.HEINR.VOSS, im unteren Bereich steht PENZLIN.

Sowohl das Bildnis als auch die Inschrift sind bei allen 3 Stufen gr├╝n lackiert.

Abmessung:                25 mm

Grundk├Ârper:              1,6 mm dick

Oberfl├Ąche:                 lackiert

 

Das Abzeichen hat ein Gesamtgewicht von 11 g.

Die einzelnen Stufen sind galvanisch vergoldet, versilbert und bronziert.

Das verwendete Material ist nicht magnetisch.

  

 

 

 Die J. H. Voss Plakette

 

Im Schuljahr 1975 wurde auch eine Plakette von J.H. Voss hergestellt.

Die Gestaltung und Herstellung erfolgte von dem K├╝nstler K. H. Schl├Âsser aus Demmin.

Als Material wurde Terrakotta verwendet. Anf├Ąnglich erfolgte die Herstellung von 50 St├╝ck

Im Laufe der Jahre wurden je nach Bedarf Plaketten nachgefertigt.

Die Auszeichnung erhielten haupts├Ąchlich Sch├╝ler, welche die Abiturpr├╝fung mit Auszeichnung ablegten. Dies waren 2 bis 4 Sch├╝ler je Schuljahr.

 

Durchmesser: 65 mm

St├Ąrke: 10 mm

Gewicht: 44 ÔÇô 46 g

                       

 

  

Farbvarianten durch unterschiedlicher Herstellungszeiten

 

Die Verleihung aller Voss Auszeichnungen zu Ehren des Dichters J. H. Voss erfolgte in einer sehr w├╝rdigen Form zur j├Ąhrlichen Festveranstaltung.

Auch die Eltern der ausgezeichneten Sch├╝ler waren geladen.

Der Verlauf dieser Festveranstaltungen ist aus dem Programm von 1987 in der Anlage ersichtlich.

 

Wie aus den Verleihungsbedingungen im Anhang zu ersehen ist, waren sehr hohe Anforderungen gestellt. Daraus ergibt sich eine sehr niedrige Verleihungszahl je Schuljahr.

In der Zeit von 1982 bis 1989 gab es in jedem Schuljahr nur zwischen 13 - 18 Auszeichnungen in allen 3 Stufen. Diese verteilten sich wie folgt: Gold 2 - 6, Silber 4 - 7 und Bronze 1 - 11 Verleihungen je Schuljahr.

 

 

 

Anlage 1 Verleihungsbedingungen ab 1974

 

 

Anlage 2 Verleihungsbedingungen ab 1980

 

 

Anlage 3 Programm der Festveranstaltung 1987

 

 

 

 Anlage 4 Urkunde f├╝r die Verleihung der J. H. Voss Medaille

 

Nachwort

 

Da es sehr schwierig ist verbindliche Informationen zu diesem Thema zu erhalten, erhebt der

Beitrag auch keinen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit.

F├╝r weitere Informationen, Kritiken und Richtigstellungen ist der Autor sehr dankbar.

Sie erreichen mich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch├╝tzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch unter 039603-21837.

Dieser Beitrag war nat├╝rlich nicht ohne fremde Hilfe m├Âglich.

Deshalb m├Âchte ich mich an dieser Stelle f├╝r die geleistete Mitarbeit, stellvertretend bei Frau Mohrmann und Herrn Heuer bedanken.

 

Wolfgang Kern